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Sängerreise ins Tessin

R-Webmaster
vor 13 Stunden
2 Min. Lesezeit

9. Oktober, Punkt 06.40 Uhr ging es los, der Sängerbund fand sich beim Bahnhof Buchs ein: Ziel, drei Tage Ticino. Im Zug, man stelle sich vor, überraschte Dirigentin Lilian die Männer mit Kaffee, aus der eigens mitgeschleppten «Macchina per il caffè». Der Anfang war gemacht.

Die alte Gotthardstrecke war die erste Attraktion, spätestens dann, als man die Kirche von Wassen dreimal gesehen hatte, war allen klar, dass man sich im Treno die Gottardo befand. Diese Strecke ist nach wie vor eine Meisterleistung der damaligen Ingenieure zu bezeichnen.

 

Ein abwechslungsreiches Programm stand den Sängern bevor, so wie sie es mögen. In Locarno eingefahren ging es gleich zur ersten Weindegustation zur Cantina alla Maggia, im Delta von Ascona. Nicht nur bekannt des guten Weines, sondern auch wegen des eigenen Reis, das dort angepflanzt wird. So war es auch klar, dass ein feines Risotto mit diversen Weinproben kredenzt wurde. Alsbald klangen die ersten italienischen Lieder aus den Sängerkehlen, «noch waren die Töne rein anzuhören!»

 

Wie es sich gehörte, ausgeschlafen, traf man sich anderntags beim Funnicolare für die Fahrt zur Kirche «Madonna Dell Sasso». Nach einer Führung durch die imposante Kirche waren wir eingeladen zwei Lieder vorzutragen. – Das Lied «La Montanara» war es, das den Zuhörern und den Vortragenden unter die Haut ging. Etwas in sich gekehrt, in ruhiger Stimmung, schwebte man mit der «Bottabahn» Richtung Cardada. Dort versprach man den Sängern eine traumhafte Aussicht, leider wurde dies verhindert durch einige Wolkenschwaden. In luftiger Höhe wurden einige Lieder den vorbeiziehenden Wanderern vorgetragen, wobei Einer gleich ein vorzügliches Trinkgeld spendierte.

 

Am Abend traf sich die Sängerschar auf der Piazza in Locarno, um in ein typisches Grotto einzutauchen. Es ging tief hinab in ein halbdunkles Kellergewölbe. Ehrfürchtig fand jeder einen Platz mit der Erwartung im Bauch, dass bald das versprochene typische Essen auf den Tisch kam. Es kam, reichlich und nicht zu knapp, Pasta mit Osso Bucco – perfetto. Mit zwei drei Gläsern Wein kam die Stimmung in Schwung, ein Lied nach dem andern erschallte durch das Gewölbe. – Das ist es, was einem Männerchor gefällt.

 

Der dritte Tag begann mit einer Schifffahrt auf dem Lago. Einigen Sängern war das sichtlich willkommen, konnte man nebst den herrlichen Panoramen rund um den See, auch den Kopf etwas lüften. Mit vielen herrlichen Eindrücken und sichtlich etwas ermattet ging es mit dem Postauto und der Bahn wieder zurück in die heimischen Gefilde.

 


 
 
 

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